Unser
Prophet war vierzig Jahre alt geworden. Schon seit einigen Jahren hatte er sich
zur Gewohnheit gemacht, sich im Monat Ramadan in die Einsamkeit zurückzuziehen.
Immer wenn der Ramadan anfing, begab er sich zu einer Höhle in der Nähe von
Mekka. Dorthin ging er, um zu beten und nachzudenken. Diese Höhle befand sich
auf dem Berg Hira.
Er wollte auch diesmal
die Tage des Ramadan auf diese Weise verbringen. Mit dem Proviant, den Hz.
Hatidsche für ihn vorbereitet hatte, machte er sich auf den Weg in Richtung
Hira. Überall war es still und ruhig. Es war, als wenn alle Geschöpfe zusahen,
wie er vorwärtskam. Voller Gedanken stieg er weiter, bis er bei der Höhle angekommen
war. Hier wollte er nun nur noch beten, Bittgebete sprechen und an seinen Schöpfer
denken. Die ersten sechzehn Tage des Ramadan vergingen so.
Am siebzehnte Tag,
es war die Nacht auf den Montag, geschah das Außergewöhnliche. Den Berg Hira
umgab eine große Ruhe. Die Zeit der Morgendämmerung war nah. Die Nachtigall
sang wundervoll. Die Rosen verbreiteten ihren schönsten Geruch. Alle Geschöpfe
beteten in ihrer Sprache zu Gott. Der erhebende Augenblick war gekommen. Der
Engel der göttlichen Eingebung namens Gabriel erschien in strahlendem Licht.
unser Gesandter war
wieder im Gebet versunken. Hz. Gabriel sprach ihn an mit einer starken aber
angenehmen Stimme: „Lies!"
unser Prophet befiehl
Angst. Er war bestürzt. Dies war eine Stimme, die er bisher noch nie gehört
und eine Erscheinung, die er bisher noch nie gesehen hatte. Sein Herz sträubte
sich. „Ich kann nicht lesen", antwortete er.
Gabriel sagte nochmals:
„Lies!"
Mühammed (a.s.v.)
hatte sein Befremden immer noch nicht überwunden. Er sagte erneut: „Ich
kann nicht lesen."
Da forderte ihn Hz.
Gabriel ein weiteres Mal auf: „Lies!"
Jetzt sagte unser
Prophet: „Sag, was soll ich denn lesen, obwohl ich nicht lesen kann?"
Daraufhin sprach Hz.
Gabriel: „Lies im Namen deines Herrn, des Schöpfers, der den Menschen erschuf
aus geronnenem Blut. Lies! und der edelmütigste ist dein Herr. Er, der das
Schreibrohr zu brauchen lehrte, der die Menschen lehrte, was sie nicht wußten."
Muhammad (a.s.v.) war
tief berührt. Er wiederholte die Worte, und es war ihm als wären ihm die
Koranverse ins Herz geschrieben. Hz. Gabriel, dessen Aufgabe fürs erste
vollendet war, entfernte sich.
Auf diese Art und Weise
wurde Muhammed (a.s.v.) mit der Gesandtschaft Gottes beauftragt. Das war eine überaus
große Verantwortung. Nach diesem Erlebnis konnte unser Gesandter nicht länger
bei der Höhle bleiben. Voller Aufregung und Verwunderung machte er sich
eilends auf den Heimweg, unterwegs begegneten ihm manch seltsame Dinge. Die
Felsen, Steine und Bäume begrüßten ihn. Auch die Tiere, denen er begegnete,
gratulierten ihm zu seiner Gesandtschaft. So kam er zu Hause an. Seine Frau
Hz. Hatidsche empfing ihn vor der Tür und ließ ihn herein.
unser Gesandter erzählte
Hz. Hatidsche alsdann was geschehen war. Hatidsche versuchte ihn zu beruhigen
und sagte: „Sei nicht traurig und habe keine Angst. Gott würde niemals solch
einen Menschen wie du es bist verlassen. Du sagst stets die Wahrheit. Auf das,
was man dir anvertraut, achtest du wie kein anderer. Du gehst bestens mit deinen
Nachbarn um und bist immer höflich zu ihnen. Du hilfst den Armen und die
Obdachlosen lädst du zum Essen ein. und wenn das Volk einmal in Schwierigkeiten
gerät, zögerst du nie mit deiner Hilfe."
Sie sagte auch: „Bei
Gott, ich vermute, daß du der Prophet dieser Gemeinschaft bist."
Ja, Muhammed (a.s.v.)
war ein Gesandter Gottes für die ganze Menschheit geworden.
Hatidsche hatte alles,
was unser Prophet ihr berichtet hatte angenommen und geglaubt und war also die
erste Muslimin geworden. Gemeinsam mit unserem Propheten fing sie an, das
Gebet zu verrichten. Ali, der Sohn des Onkels unseres Gesandten, sah sie
einmal, wie sie beteten. Seit seiner Kindheit war er schon mit unserem Propheten
zusammen. Er beobachtete Muhammed (a.s.v.) und Hz. Hatidsche verwundert und
als die beiden das Gebet beendet hatten, fragte er: „Was ist das, was ihr da
macht?" Muhammed (a.s.v.) streichelte Alis Kopf und sagte: „Oh Ali! Das
ist eine Religion, die Gott für die Menschen erwählt hat. Ich rufe dich auf,
den einzigen Gott anzuerkennen. Ich möchte dich vor den Götzenbildern
bewahren, die einem weder helfen noch schaden."
Hz. Ali war derzeit
nicht mal zehn Jahre alt. Er blickte zu Boden und überlegte eine kurze Weile.
Dann sagte er: „Das ist etwas, das ich bisher nirgends gehört noch irgendwo
gesehen habe! Ich kann nichts dazu sagen, bevor ich nicht mit Ebu Talib gesprochen
habe."
unser Gesandter hielt
seine Berufung zunächst noch geheim. Er hatte noch nicht die Aufgabe erhalten,
den Islam jemand anderem kundzutun.
„Oh Ali," sagte
er. „Wenn du meinen Vorschlag annimmst, dann tue es! Wenn nicht, dann halte
das, was du gehört und gesehen hast geheim. Sag niemandem ein Wort." Die
ganze Nacht verbrachte Hz. Ali mit Nachdenken. Zusammen mit der Morgendämmerung
erhellte sich auch seine Seele. Er ging zu Muhammed (a.s.v.) und sagte: „Als
Gott mich erschuf, fragte er doch auch nicht meinen Vater Ebu Talib. Also
brauche ich ihn auch nicht fragen, wenn ich ihn anbeten will."
und er wurde auf der
Stelle Muslim und hatte somit die Ehre als erstes Kind, den Islam anzunehmen.
Hz. Ali trennte sich
nicht von unserem Propheten bis dieser starb. Hz. Ali heiratete Hz. Fatima und
wurde der Schwiegersohn unseres Gesandten. Durch diese Heirat kamen Hasan und
Hüseyin auf die Welt. unser Prophet liebte seine beiden Enkel sehr. Von Zeit zu
Zeit nahm er sie in die Arme und streichelte sie. Er sagte: „Mein Gott, ich
liebe diese beiden und bete für sie. Nimm sie in deinen Schutz."
Es waren drei Jahre
vergangen seit Muhammed (a.s.v.) mit dem Prophetenamt betraut wurde. Der Islam
verbreitete sich heimlich und die Zahl der Muslime nahm schnell zu. Aber nun war
es an der Zeit, öffentlich zu werden.
Da stieg ein Mann auf
einen großen Stein auf einem Hügel und rief:
„Oh Gemeinschaft der
Koreischiten! Kommt alle herbei. Ich habe eine wichtige Botschaft für
euch!"
Die Mekkaner waren
erstaunt. Wer war derjenige, der da rief? Wollte sie da jemand
vor einer hereinbrechenden
Gefahr warnen? Was für eine wichtige Nachricht konnte es für sie sein?
Sie kamen nicht zu spät,
um dem Aufruf folge zu leisten. Sie versammelten sich vor dem Hügel Safa. Aber
was war das? Derjenige, der da rief, war niemand anders als unser Prophet, den
man den vertrauenswürdigen Muhammed nannte. Jetzt waren alle noch mehr
verwundert. Was wollte er wohl?
Voller Neugier fragten
sie: „Oh Muhammed! Warum hast du uns hier versammelt? Hast du uns etwas zu
berichten?"
unser Prophet hatte
ihnen etwas zu sagen. Er hatte von seinem Schöpfer die Weisung erhalten,
ihnen seine Prophetengabe bekanntzugeben. Es hatte gereicht, daß er seine
Berufung jetzt schon seit drei Jahren geheimgehalten hatte. Nun war es an der
Zeit, den Islam öffentlich zu machen. Alle richteten ihre Aufmerksamkeit auf
ihn. Die Ohren waren gespitzt, um ihm zuzuhören.
„Oh ihr Mekkaner!
Wenn ich euch sagen würde, daß hinter diesem Berg Feinde auf Pferden auf uns
lauern und uns morgenfrüh angreifen werden, würdet ihr mir dann glauben?"
fragte Muhammed (a.s.v.).
Alle Mekkaner
antworteten mit „Ja", da sie noch nie erlebt hatten, daß El-Emin, der
vertrauenswürdige Muhammed, je die Unwahrheit gesagt hatte.
und einer aus der
Versammlung bestätigte: „Wir wissen, daß du nie etwas anderes als die
Wahrheit sprichst. Bisher haben wir bei dir immer Aufrichtigkeit gesehen."
Also sagte unser
Gesandter: „Hört mir zu, ich rufe euch alle auf. Sagt: La ilahe illallah
(Gott ist eins, es gibt außer ihm keinen anderen Gott). Bezeugt den einen Gott.
und ich bin der Diener
und Gesandte Gottes."
Der größte Gegner
Muhammeds (a.s.v.), Ebu Leheb, befand sich ebenfalls dort. Das, was Muhammed (a.s.v.)
gesagt hatte, machte ihn ganz wild. unser Prophet hatte seine Ansprache kaum
beendet, da hob Ebu Leheb einen Stein vom Boden auf und warf ihn auf unseren
Propheten. Er schrie ganz höhnisch : „Hast du uns deshalb hier
versammelt?"
Keiner außer ihm hatte
den Worten Muhammeds (a.s.v.) wiedersprochen. Die Versammlung löste sich auf,
wobei die Leute miteinander flüsterten.
Ebu Leheb hatte durch
sein Verhalten die Strafe und die Abscheu Gottes verdient. Diese Feindschaft kam
ihm teuer zu stehen. Der allmächtige Gott sandte die Sure Tebbet, worin steht,
daß Ebu Leheb in der Hölle schmoren wird.
Ganz egal wer dagegen
antrat, Gott sollte sein Licht verbreiten. Muhammed (a.s.v.) ließ sich nie von
den Schlechtigkeiten beirren, denen er entgegentreten mußte. Es hielt ihn nicht
davon ab, seine gerechte Sache zu vollenden.
Die Polytheisten ließen
unseren Propheten von da an nicht mehr in Ruhe. Ihre Quälerei und Verachtung
steigerte sich immer mehr. Einer der Anführer war Ebu Dschehil. Es machte ihm
geradezu Spaß, unseren Propheten zu plagen.
Einmal schwor er sich
selbst:
„Bei Gott, wenn ich
Muhammed sehe, werde ich auf seinen Hals treten und seinen Kopf am Boden
schleifen."
Kurz darauf kam unser
Gesandter. Der Sohn des Onkels unseres Propheten, Ibni Abbas, berichtete ihm den
Vorfall. Muhammed (a.s.v.) ärgerte sich darüber und eilte zur Kaaba. Dort
rezitierte er die Sure Alak bis zum Ende. Dann beugte er sich zum Gebet.
Die bei der Kaaba
Anwesenden riefen Ebu Dschehil: „Oh Ebu Dschehil, da ist Muhammed!" und
Ebu Dschehil lief auf Muhammed zu. Plötzlich drehte er sich um. Die Zuschauer
waren erstaunt und fragten neugierig: „Was ist los? Warum kehrst du plötzlich
um?"
Jetzt war Ebu Dschehil
verwundert: „Habt ihr nicht gesehen, was ich gesehen habe?" „Nein"
sagten sie, „wir haben nichts gesehen." Da erzählte Ebu Dschehil ganz in
Angst geraten, was er sah: „Zwischen ihm und mir öffnete sich ein Abgrund aus
Feuer. Deshalb bin ich sofort zurückgekommen."
Für Ebu Dschehil war
das Geschehene keine Lehre. Immer noch knurrte er vor sich hin: „Wenn ich
Muhammed sehe, wie er zum Gebet niederfällt, werde ich ihm mit einem Stein den
Schädel einschlagen."
Am nächsten Tag nahm
er einen großen Stein und ging. Er konnte den Stein kaum tragen, so schwer war
er. In dem Moment nun als unser Prophet beim Gebet niedergefallen war und Ebu
Dschehil das sah, hob er den Stein. Als er aber zuschlagen wollte, erstarrten
seine Hände. Er konnte sich nicht mehr bewegen, bis Muhammed (a.s.v.) mit
seinem Gebet zu Ende war.
Auch Rukane war einer
der Gegner Muhammeds (a.s.v.). Er war ein berühmter Ringkämpfer, den niemand
bis jetzt besiegen konnte. Er schlug jeden zu Boden, der ihm über den Weg lief.
Eines Tages traf er in einem Tal auf unseren Gesandten. Rukane war ganz erfüllt
mit Haß. unser Prophet sagte: „Oh Rukane, hast du keine Furcht vor
Gott?" Rukane antwortete sehr spöttisch: „Wenn ich glauben würde, daß
das was du erzählst richtig ist, würde ich mich dir anschließen."
Da bot ihm unser
Gesandter an, mit ihm zu ringen. Er sagte: „Wenn ich dich besiege, wirst du
dann glauben, daß das was ich sage richtig, was ich berichte die Wahrheit
ist?" Mit dem größten Vergnügen willigte Rukane ein und sagte: „Gut,
wenn du mich besiegst, werde ich an Gott glauben."
„Wenn es so ist, dann laß
uns ringen." forderte unser Prophet auf.
Rukane konnte vor
lauter Arroganz und Hochmut nicht ruhig auf seinem Platz stehen bleiben. Er
glaubte unseren Propheten mit einem Schlag zu besiegen, aber genau das
Gegenteil geschah.
unser Gesandter ließ
ihn mit einem Handgriff zu Boden fallen. Rukane war ganz verwirrt. Er stand
sogleich auf und schlug Muhammed (a.s.v.) vor, noch einmal zu kämpfen. Sie
ringten. Aber auch diesmal fand sich Rukane auf dem Boden wieder. Rukane war
fassungslos, denn bis jetzt hatte ihn noch niemand besiegen können. Er verstand
nicht, wie er zweimal hintereinander verlieren konnte. Rukane wollte mit dem Kämpfen
nicht aufhören. Ein drittes Mal drängte er unseren Gesandten zu ringen. und
noch einmal maßen sie ihre Kräfte gegeneinander und wieder besiegte ihn unser
Prophet.
Rukane schnaubte aus
seiner Nase. Er war sehr wütend und wußte nicht mehr was er tun sollte. Hatte
er doch vorhin versprochen: „Wenn du mich besiegst, werde ich glauben, was du
sagst und auch akzeptieren, daß du Gesandter Gottes bist." Jetzt war er
dreimal besiegt worden, aber er wollte es nicht wahrhaben. „Ich bin total
sprachlos und verwundert wegen dieser Sache." konnte er nur noch stammeln.
unser Gesandter sagte:
„Es gibt Dinge, bei denen man noch mehr staunen kann. Wenn ich sie dir zeige,
wirst du dann Ehrfurcht vor Gott haben und Muslim werden?"
Rukane antwortete: „Über
was für eine Sache soll man noch mehr staunen?"
Muhammed (a.s.v.)
sagte: „Ich werde diesen Baum rufen, damit er zu mir kommt!"
Rukane dachte, daß das
unmöglich sei. Auf spöttische Weise sagte er: „So ruf ihn doch!"
und vor den Augen des Götzendieners
befahl unser Gesandter dem Baum: „Komme im Namen Gottes zu mir!" Der
Baum gehorchte aufs Wort. Er kam zu unserem Propheten und blieb vor ihm stehen.
Rukane riß seine Augen
weit auf. Aber das Auge seines Herzens blieb verschlossen.
Jetzt wollte er, daß
Muhammed (a.s.v.) dem Baum befahl, wieder an seinen Platz zurückzukehren, unser
Prophet sprach zu dem Baum: „Kehre im Namen Gottes an deinen Platz zurück!"
und der Baum ging sogleich zurück.
Daraufhin lud unser
Gesandter Rukane erneut ein: „Oh Rukane, werde ein Muslim!"
Doch Rukane
widerstrebte es, den Glauben anzunehmen. Seine Arroganz ließ es nicht zu.
Rukane konnte nicht einmal wie ein Baum werden.
Sogar die ganz
einfachen, seelenlosen Bäume gehorchten im Namen Gottes den Befehlen
Muhammeds(a.s.v.). und die Menschen, die den Glauben ablehnten, fielen somit
noch tiefer als diese spröden Bäume.
unser Gesandter rief
unentwegt und ohne sich auszuruhen die Leute auf, an Gott zu glauben. Es gelang
ihm auch. Die Anzahl der Muslime stieg von Tag zu Tag.
Dieser umstand ärgerte
die Polytheisten, die die Götzen anbeteten. Sie wollten dafür sorgen, daß
unser Prophet aufgab, den Islam weiter zu verkünden. Deshalb gingen sie zu
seinem Onkel Ebu Talib.
„Oh Ebu Talib,"
sagten sie. „Sorge dafür, daß dein Neffe damit aufhört! Anderenfalls
werden wir mit dir und deinem Neffen bis zum Tode kämpfen!"
Ebu Talib stand nun
zwischen ihnen und Muhammed (a.s.v.). Auf der einen Seite war sein Volk, das ihn
mit dem Tode erpreßte, auf der anderen Seite stand sein Neffe, den er über
alles liebte. Eine Weile überlegte er. Dann rief er unseren Gesandten zu sich.
Er flehte ihn an: „Du Sohn meines Bruders, bitte hab Mitleid mit mir und dir
selber! Hör auf Dinge zu sagen, die dem Volk nicht gefallen!"
Die Lage unseres
Gesandten war äußerst bedenklich. Wollte ihn jetzt auch noch sein Onkel, der
ihm bis jetzt unterstützt hatte, im Stich lassen?
Traurigkeit und
Betroffenheit spiegelten sich auf seinem Gesicht wieder.
Was sollte werden, wenn
auch sein Onkel ihm den Rücken kehrte? Sollte er alleine dastehen? Nein. Er
hatte einen großen Beschützer. Der allmächtige Gott, der ihn als Gesandter
beauftragt hatte, würde ihm beistehen.
Muhammed (a.s.v.)
wandte sich an seinen Onkel. „Oh mein Onkel!" sagte er. „Ich will, daß
du folgendes genau weißt. Wenn man mir die Sonne in die rechte Hand und den
Mond in die linke Hand geben würde, ich würde trotzdem nicht aufhören zu glauben
und diesen Glauben weiter zu verkünden. Entweder verhilft Gott dem Islam zu
seiner Anerkennung, oder ich gebe mein Leben dafür." Aus den Augen des
Propheten traten Tränen hervor. Er befürchtete, daß sein Onkel ihn
verlassen würde. Aber Ebu Talib liebte ihn mehr als sein Leben. „Mein
geliebter Neffe!" sagte er und umarmte ihn. „Verbreite den Islam
weiter. Verkünde und berichte alles, was du willst. Bei Gott, ich werde
niemandem erlauben, dir etwas anzutun." schwor Ebu Talib.
unser Gesandter verkündete
Gottes Offenbarung weiter und mit Gottes Wort, mit seiner Aufrichtigkeit, seiner
Liebe und seinem Mut eroberte er die Herzen der Menschen und führte sie zu
einer Zivilisation, die bis dahin die Welt nicht kannte, bis zum heutigen Tag.